MV in Altötting – schee woar’s

Die „große“, also überregionale, Mitgliederversammlung des Mietshäuser Syndikats in Altötting vom 12.-14. Juli ist eingeschlagen, wie ne Bombe! Wer bis zu diesem Wochenende noch dachte, dass die bayerischen Projekte nichts auf die Beine stellen  können, wurde eines Besseren belehrt.

Hervorzuheben ist definitiv die perfekte Vorbereitung und Strukturierung des
„Syndikat-Betriebes“ während einer MV. Hier, und da schienen sich alle angereisten Syndikalist_Innen einig zu sein, haben sich die Aktiven Menschen aus dem AMK ein riesiges Fleißsternchen verdient!

Lange Rede, kurzer Sinn: die AGs konnten den sonnigen Samstag Vormittag im AMK Garten nutzen, um in alter, oder auch neuer Runde, ihre Themen weiter zu bearbeiten.
Als besonders vielversprechendes Beispiel dürfte die AG-International betrachtet werden. Diese setzt sich mit der internationalen (bis jetzt konkret: Österreich und Spanien) Vernetzung von Wohnraumaktivist_Innen und der möglichen Übertragbarkeit des Kaufmodells nach dem Mietshäuser Syndikat auf andere (europäische) Staaten auseinander.

Auf der MV wurden alle vier beantragten Beteiligungsbeschlüsse erteilt. Um inhaltliche Themen ausführlicher diskutieren zu können, wird es vom 5.-6. Oktober eine „Klausurtagung“ des Mietshäuser Syndikates geben. Genaueres dazu kommt bald.

Und zum Schluss mal wieder die Dankesliste: Danke AMK (eine Namensliste würde sich nur endlos hinziehen…) für das gut vorbereitete Wochenende! Danke an die Kochgruppe! Danke und bis bald an alle angereisten Menschen, die nach Altötting gekommen sind!

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MV des Mietshäuser Syndikats – Das erste Mal in Bayern!

Auch wenn die massenhafte Verbreitung weiterer Hausprojekte des Mietshäuser Syndikats in Bayern noch auf sich warten lässt, kann niemand sagen, dass sich hier niemand Mühe geben würde. Denn am Wochenende vom 12. bis zum 14. Juli wird der AMK als erstes bayerisches Hausprojekt eine überregionale, Beteiligungsbeschluss-fähige Mitgliederversammlung des Mietshäuser Syndikates ausrichten.

Folgende Projekt Initiativen werden sich bei dieser Gelegenheit zwecks Beteiligungsbeschluss vorstellen:
– .JWP-MittenDrin 16816 Neuruppin
– Freiheit 13 68167 Mannheim
– umBAU2Turley e. V. 68167 Mannheim
– Luftschloss 79111 Freiburg

Da wir Danzbewohner*Innen sowieso immer gerne als Gäste an MVs teilnehmen, und da ja noch diese Sache mit der Solidarität ist, werden wir unsere Freund*Innen vom AMK an diesem Wochenende bei der Durchführung der MV tatkräftig unterstützen.

Aus platztechnischen Gründen wird sich die MV am Samstag im „Bürgersaal“ in Neuötting abspielen. Geschlafen wird, wenn es der Rücken hergibt, in Zelten neben dem Grundstück der Konve.Wer sich als Gast das Geschehen am Wochenende mal anschauen möchte, kann sich bei uns, vorzugsweise jedoch direkt beim AMK, melden.

Infos unter: www.amk-ev.org

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Asylsuchende besetzen Rindermarkt in München

Am vergangenen Samstag, den 22. Juni, besetzten ca. 90 Asylsuchende unterstützt von mehreren Aktivist_Innen den Rindermarkt in München. Dies geschah während der „Non-Citizen Demonstration“, für die im Vorfeld bayernweit mobilisiert wurde.

Die Non-Citizens traten unmittelbar nach der Besetzung des Platzes in Hungerstreik, um gegen die Bedingungen zu protestieren, unter denen sie gezwungen werden zu leben. Denn, auch wenn die selbstorganisierten Proteste der Non-Citizens mittlerweile über ein Jahr andauern, hat sich nichts verändert.

Wer die Asylsuchenden unterstützen möchte (gebraucht werden unter anderem Schlafsäcke, Isomatten, warme/regenfeste Kleidung – auch in Kindergrößen), kann sich gerne aktiv an der Besetzung des Rindermarkts beteiligen.

Weitere Infos und Pressemitteilungen der Non-Citizens: www.refugeetentaction.net

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Naziangriffe (noch auf Häuser) in München

Wie unter anderem den Homepages des Hausprojekts Ligsalz8 und des Bayerischen Flüchtlingsrates zu entnehmen ist, wurden in München in den letzten Wochen mehrere Gebäude von Nazis angegriffen.

Betroffen ist neben den beiden oben genannten auch die Kanzlei eines, im Namen der Angehörigen eines der Mordopfer des NSU, Nebenklagevertreters im Prozess gegen Beate Zschäpe und vier Mitangeklagte.

Die Bandbreite der Sachbeschädigungen reicht von Nazi-Aufklebern, über eingeschlagene Scheiben, bishin zu mit Fäkalien verschmierten Hauseingängen.

In der Ligsalz8 fand heute eine kurzfristig einberufene Pressekonferenz zu den Angriffen statt.

Eine ausführlichen Pressespiegel bietet die Homepage des Bayerischen Flüchtlingsrates.

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100 Meter… und keinen Schritt weiter!

Anhänger_Innen des neonazistischen „Freien Netz Süd“ versuchten am Freitag, den
10. Mai, eine Demonstration in Regensburg durchzuführen. Anlass war ein Streit in einem Linienbus in den frühen Morgenstunden desselben Tages, bei dem ein angeblicher Gesinnungsgenosse des FNS von seinem Kontrahenten mit einem Messer verletzt wurde.

Kurzfristig wurde eine Demonstration vom Hauptbahnhof durch die Regensburger Innenstadt angemeldet. Trotz der kurzen Mobilisierungsphase gelang es den Nazis, ca. 60, teilweise bekannte und wegen Körperverletzung/Volksverhetzung/u.Ä. vorbestrafte, Idiot_Innen nach Regensburg zu locken. Umso ermutigender ist es da, dass auf antifaschistischer Seite in noch kürzerer Zeit weit mehr Menschen (ca. 300) den Weg zum HBF fanden, um die Nazi-Demo zu blockieren.

Nachdem die Nazis an ihrem Sammelpunkt von der Polizei abgeschrimt und auf drei Seiten von Gegendemonstrant_Innen umstellt auf weitere anreisende Faschist_Innen gewartet hatten, wobei es zu mehreren kleinen Rangelein zwischen anreisenden Nazis und Antifaschist_Innen kam, machte die Polizei durch Drängen und Schupsen den Weg für die Faschist_Innen Richtung Maximilianstraße zunächst frei. Dort kamen sie jedoch nicht weit und wurden nach anfänglichen Versuchen Seitens der Polizei die Demo durchzupressen, etwa auf Höhe der Sparkasse effektiv blockiert.

Mehrmals kam es zu Versuchen durch die Polizei die Blockierer_Innen beiseitezudrängen, sowie zu Durchbruchversuchen der Nazis. Das Geschehen wurde dabei durchgehend von mehreren Polizei- und Nazikameras festgehalten. Pressevertreter_Innen liberaler Medien, sowie antifaschistische Fotograf_Innen waren selbstverständlich ebenfalls anwesend.

Gegen 21uhr ging der Einsatzleitung der Polizei schließlich das Licht auf, die Nazi-Demo nicht unter verhältnismäßigen Bedingungen durchsetzen zu können. Der faschistische Mob wurde zurück zum Bahnhof eskortiert, wo erneut mehrere Teilnehmer_Innen dessen versuchten Polizeiketten zu durchbrechen. Auf den Parkplätzen vorm Bahnhof wartend und auch dort von mehreren Seiten durch Antifaschist_Innen umstellt, warteten die Nazis auf ihre Züge (u.a. Richtung Würzburg, Bayreuth und Weißenburg) um schließlich in diese verfrachtet zu werden.

Abschließend lässt sich festhalten, dass der Freitag Abend kaum besser hätte laufen können. Binnen kürzester Zeit konnten genügend Menschen mobilisiert werden, die sich den Faschist_Innen effektiv in den Weg stellten und dafür sorgten, dass deren Redebeiträge keinerlei Gehör fanden. Da über den Lautsprecherwagen der Nazis deren Wiederkommen „ins Regensburger Nachtleben“ angekündigt wurde, heißt es jetzt:
Augen auf und aufeinander aufpassen! Faschismus entgegentreten!

Weitere Artikel und Bilder:
Endstation Rechts
Regensburg-Digital
– Mittelbayerische Zeitung: 1 Bericht zum Freitag. 2 Rückblick mit kritischen Stimmen.
Linksunten.Indymedia
Kurz nach 21 Uhr: Die Nazis werden zum Bahnhof zurück eskortiert. Foto: as
(Bildquelle: Regensburg-Digital) Nazis reisen unverrichteter Dinge ab.

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